Wahlprogramm

Wahlprogramm der SPD – Lägerdorf für die Kommunalwahl 2018 (bis 2023)

1. Chancengleichheit durch Bildung

Wir Sozialdemokraten unterstützen den Gedanken der Inklusion in allen Schulen, denn wir wollen möglichst alle Kinder gemeinsam unterrichten. Wir setzen uns für einen zukunftsfähigen Bildungsmittelpunkt in der Gemeinde Lägerdorf für Jung und Alt ein. Die Zusammenlegung beider Kindergärten an den Standort der Liliencronschule  sowie die Schaffung von neuen Räumlichkeiten für die Bürgerbegegnungsstätte (BBS) hat für die SPD Lägerdorf weiterhin Priorität –  dieses Vorhaben ist langwierig und schwierig  –  wir bleiben dran! Die Erwachsenenbildung wollen wir zudem fördern und die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Münsterdorf intensivieren. Bildung muss erlebbar sein und darf keine Personenkreise ausgrenzen.

2. Industriestandort Lägerdorf

Wir Sozialdemokraten stehen zum Industriestandort Lägerdorf und unterstützen die Bemühungen und Pläne zur Schaffung eines Industrieparkes Steinburg zusammen mit den Nachbargemeinden Neuenbrook und Rethwisch. Wir sehen auch Grenzen der Zumutbarkeit und wollen keine Windkraftanlagen auf Lägerdorfer Gemeindegebiet.

3. Lebensqualität

Wir setzen uns für die Förderung von barrierefreien Wohnungen sowie anderer betreuten Wohnformen ein. Gerade hierin sehen wir eine Verantwortung gegenüber der älteren Generation. Auch für Jüngere wollen wir unsere Gemeinde attraktiv und zukunftsfähig erhalten. Wir streben deswegen die Ausweisung weiterer Bauplätze in Lägerdorf an. Ruhe- und Erlebniszonen, wie sie z.B. das Freibad bietet, wollen wir  erhalten und dessen   Standard für alle Besucher weiterhin garantieren. Den Bürgerinnen und Bürgern bieten wir auch nach der Kommunalwahl regelmäßige Treffen an, um ihre Anliegen und Wünsche aufzunehmen.

4. Kinderspielplätze und Integration

Kinder sind das A und O, ohne sie gäbe es keine Zukunft! Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Kinderspielplätze zu erhalten und in regelmäßigen Abständen zu erneuern.  Durch die Vielfalt der Nationalitäten, die mittlerweile in Lägerdorf wohnen,  ist es wichtig, Kinder und Jugendliche schnell zu integrieren.

5. Offene Jugendarbeit / Partnerschaft zur Stadt Sepopol in Polen

Seit über 15 Jahren unterhält die Gemeinde Lägerdorf einen aktiven Jugendaustausch zur Partnergemeinde Sepopol in Polen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Partnerschaft und deren Jugendaustausch intensiviert wird. Vorstellen können wir uns z.B. kulturelle Veranstaltungen wie gemeinsame Musikveranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

6. Bauplätze

Wir setzen uns dafür ein, weitere Bauplätze und Bebauungspläne auf den Weg zu bringen, sofern es die Möglichkeiten dafür gibt. Wir halten an der Planung der Bebauung im Bereich „Wiesenweg“ und „Bergwiese“ fest und werden auch nach anderen geeigneten Flächen Ausschau halten.

7. Tourismus

Ein markantes touristisches Ziel ist der Aussichtspunkt Heidestraße geworden. Auch das Freibad sowie die Anbindung an den Ochsenweg gehören dazu. Mit dem zukünftigen Heimatmuseum in der Breitenburger  Straße schaffen wir einen weiteren touristischen Anziehungspunkt.

8. Vereine und Verbände

Auch in Zukunft werden wir Vereine und Verbände unterstützen sowie deren Anliegen und Wünsche hinsichtlich der Realisierung begleiten.

9. Finanzielle Spielräume und Abhängigkeiten

Wie auch vielen anderen Gemeinden in Schleswig-Holstein geht es unserer Gemeinde Lägerdorf in finanzieller Hinsicht nicht gut. Lägerdorf ist seit Jahren eine Fehlbedarfsgemeinde und von Zuschüssen abhängig! Notwendige Einsparmöglichkeiten sind nicht immer ganz einfach, da wir die Lebensqualität in unserer Gemeinde möglichst nicht negativ verändern möchten. Wir werden mit Augenmaß und Verantwortung  für das Wohl Aller arbeiten.

10. Kulturbewusstsein schaffen und stärken

Wir unterstützen maßgebend die Pläne zur Wiedereröffnung des Heimatmuseums im Rathaus bis Ende 2018/Anfang 2019.   Durch unsere Initiative ist es gelungen, in der aktiven Partnerschaft gegenüber der polnischen Stadt Sepopol durch die Umwidmung des ehemaligen „Schippenbeiler Platzes“ in „Sepopoler Platz“ ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Denkmalpflege und Erinnerungen an frühere Zeiten z.B. durch das Setzen von zwei Stolpersteinen sowie das Anbringen von Gedenktafeln am Gebäude des Restaurants „Roseneck“ und auf dem Friedhof symbolisieren das Bewusstsein für die Aufarbeitung der Geschichte. Auch in der Zukunft werden Gedenksteine / Ehrenmale restauriert und somit für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben.